Chicken-Cheese-Balls

Was macht man, wenn man noch etwas von diesem köstlichen „Pulled-Chicken“ im Gefrierschrank hat? Wenn etwas lecker ist, dann ist Eile geboten, ansonsten landet die Leckerei sukzessive auf dem Schulbrot meiner Tochter – wo sie zugegeben auch eine sehr sinnvolle Verwendung erfährt.

Mit meinem letzten Beutel Pulled Chicken mache ich „Chicken-Cheese-Balls“.

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Da die Fleischmasse bereits mit Curry-Soße, Gewürzen und Zwiebeln veredelt wurde, fehlen nur noch wenige einfache Zutaten. Meine übrige Menge an Hühnchen wog ca. 250 Gram. Zusätzlich braucht man bei der Menge:

  • 15 Gramm Mehl
  • ein verquirltes Ei
  • 100 Gramm geriebenen Mozzarella
  • Paniermehl
  • Frittieröl

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Die Zutaten werden alle in einer Schale vermengt. Es ergibt sich eine klebrige Konsistenz, die geradezu einlädt daraus Bällchen zu formen.

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Das ist auch sehr einfach und schnell gemacht. Größenvorgabe: Tischtennisball – würde ich sagen.

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Eine kurze Stippvisite im Paniermehl und die kleinen Racker sind bereit für Ihr heißes Bad.

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Die Badewanne ist auf freundliche 150 Grad angeheizt. Das dürfte genügen. Eine Fritteuse kann das mit der Temperatur von alleine, aber bei der geringen Menge habe ich keine Lust auf so viel Reinigungsaufwand und nehme einen hohen Topf.

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Mmmhhhhh, brutzel, brutzel,….

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Bämmm – fertig. Total saftig (nicht zuletzt, weil da auch Fett drin ist), knusprig, käsig, einfach geil. In meiner Pulled-Chicken-Mischung ist Currysoße die Basis. Wie es mit einer BBQ-Soße schmecken würde weiß ich nicht. Es käme auf einen Versuch an.

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In diesem Sinne: Guten Appetit !!!

frittiertes Hühnchen wie bei „Punkt Punkt Punkt“

Es gibt da dieses Fast-Food-Restaurant, das sich überwiegend der Zubereitung von Geflügel verschrieben hat. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Namen sagen darf, deshalb nennen ich es aus SICHERHEITSGRÜNDEN „Punkt Punkt Punkt“. Die haben diese knusprigen Hähnchenteile, die mit Sicherheit erfunden wurden, um dem Schlankheitswahn Einhalt zu gebieten. Aber lecker sind sie. Und damit man auch satt wird, werden sie bei „Punkt Punkt Punkt“ im Bedarfsball im Eimer verkauft.

Ich stehe ja total auf „geheime Rezepte“. Mann munkelt, dass bei „Punkt Punkt Punkt“ nur wenige Mitarbeiter in die geheime Zusammensetzung der Gewürzmischung eingeweiht sind. Und diese Mitarbeiter dürfen niemals zusammen ein Flugzeug besteigen – krass. Laut zuverlässigen Quellen (YouTube) ist nun aber das Rezept an die Öffentlichkeit gelangt. Ich glaube das allerdings nicht und habe die knusprigen kleinen Scheißer zu Testzwecken nachgekocht.

Man nehme hierfür:

  • Hühnchenteile
  • Fritteröl
  • 4 Eier
  • Milch
  • 2/3 Esslöffel (EL) Salz
  • 1/2 EL Thymian
  • 1/2 EL Basilikum
  • 1/3 Oregano
  • 1 EL Sellerie-Salz (hatte ich vergessen zu kaufen – aber viele sind auch allergisch auf Sellerie)
  • 1 EL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL gemahlene Senfkörner
  • 4 EL Paprika
  • 2 EL Knoblauchsalz
  • 1 EL Ingwer-Pulver
  • 3 EL weißer Pfeffer
  • 2 Tassen Mehl

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Die Gewürze und das Mehl werden in eine möglichst große Schüssel gegeben, um beim panieren eine größere Sauerei zu vermeiden.

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Alles wird schön durchmengt, zum Beispiel mit einem Schneebesen.

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Damit der Mehl-Gewürz-Teig am Hühnchen haftet, wird noch Ei und Milch benötigt. Das Ei wird getrennt. Wir brauchen hier nur das Eiweiß.

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Mit einem Schuss Milch wird das Eiweiß verrührt.

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Die Hühnerbeine und Flügel werden in der Milch-Eiweiß-Mixtur rundum nass gemacht. Also eine proteinreiche Mahlzeit ist das mit Sicherheit (Hühnchen, Eiweiß und Milch).

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Im Anschluss wird der Teilvogel schön in dem „nicht-mehr-geheimen-Gewürzmix“ gewälzt.

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Der Trick der dicken Knusperpanade ist ein weiteres Bad in der Eiweißsoße und einer erneuten Schicht Gewürzmehl.

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Auch wenns schon etwas aussieht wie das Endprodukt – nicht naschen !! Salmonellen mögen keine Nascher !!

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Da wir Salmonellen aber auch nicht mögen, wird bei rund 150 Grad Celsius frittiert. Wer eine Fritteuse hat, hat Glück. Wer keine hat, nimmt einen möglichst hohen Topf. Der Vorteil der Fritteuse ist der verbaute Thermostat. Das macht es einfacher die Temperatur bei rund 150 Grad zu halten.

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Nach 15 Minuten sind die Teilchen goldbraun. Man muss wahrscheinlich etwas rumprobieren, denn es ist ein schmaler Grad zwischen durchgegart, aber innen noch saftig bei trotzdem korrekter Knusprigkeit. Daher nur Stücke gleichzeitig frittieren, die auch etwa gleich groß sind. Im Zweifel mal eins rausnehmen und reinschauen.

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Überschüssiges Fett, das nicht auf die Hüften soll, landet in einer dicken Lage Küchenpapier.

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Zu diesem Gericht passen z.B. ein Coleslaw-Salat und Maiskolben.

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Mein Fazit: Ich denke nicht, dass das Rezept von „Punkt Punkt Punkt“ an die Öffentlichkeit geraten ist. Aber mit der o.g. Rezeptur bekommt man auch ein sehr schmackhaftes Ergebnis hin. Es benötigt sicher etwas Übung den genauen Punkt zu treffen, an dem das Fleisch durchgegart, aber noch saftig und die Panade knusprig aber noch nicht zu knusprig ist. Mir hat mein erster Versuch schon sehr gut gefallen.

In diesem Sinne: Guten Appetit !!!

saftiges „Pulled-Chicken-Brot“ mit Käse (Achtung: nur als Beilage geeignet!!!)

Vorweg ein Sicherheitshinweis: Wenn man das Teil – auch zu zweit – komplett auffuttert, kann man die halbe Nacht nicht pennen, da der Durchschnittskörper auf so eine unkontrollierte Brennstoffzufuhr nicht vorbereitet ist. Daher würde ich das Gericht eher als Beilage empfehlen.

Neulich sah ich bei Facebook eine Video, in dem das versaute Backwerk hergestellt wurde. Da musste ich nicht lange überlegen – nachmachen!!

Nur bei der „Buffalo-Soße“, die zu einem Großteil aus Chilli besteht, war mir klar, dass ich das meiner Frau nicht anbieten kann. Daher habe ich mich für eine mildere Soßenvariante entschieden. Dazu aber gleich mehr. Hier die Zutatenliste:

  • Pizza-Kit von „Knack und Back“
  • Eine schale Hähnchenfleisch (vom Dönermann)
  • geriebener Käse (Gouda und Cheddar)
  • Cremefine zum Kochen oder Sahne
  • Butter
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch
  • Schmand
  • Majo
  • Salz
  • Pfeffer
  • Currypulver
  • Paprikapulver

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Für die Soße werden eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe zerkleinert und in etwas Öl angebraten. Anschließend werden die im „Pizza-Kit“ enthaltene Tomatensoße und ein ordentlicher Schuss Sahne (oder Creme-Fine) hinzugegeben und mit aufgekocht. Abgeschmeckt wird noch mit Salz und Pfeffer.

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Et voilà, haben wir eine schmackhafte Soße. Nach Belieben kann man auch etwas Chillipulver oder Tabasco hinzugeben. Aber da sollte man sich ein bisschen auf die Geschmäcker der auserkorenen Verzehrer einlassen.

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Mit den Lauchzwiebeln und der Soße wird das Hähnchenfleisch schön vermengt.

Warum habe ich nun aber das Fleisch nicht selbst zubereitet, sondern beim „Local-Döner-Dealer“ besorgt? Weil ich es selber auch nicht besser mache als der Dönermann. Es ist total saftig, zart und geschmacklich super.

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Und nicht immer naschen !!!

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Den Pizzateig rollt man – so gut es geht – aus, und schneidet ihn in Rechtecke, die etwa zur Backform passen. An dieser Stelle schon mal ein Tip zur Backform. Das Brot geht ganz schön auf, sodass die Form ausreichend hoch sein sollte. Bei mir ist leider viel im Backofen heruntergetropft.

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Kalorien sind kleine freche Biester, die nachts die Klamotten heimlich enger nähen. Von denen sind hier auf jeden Fall auch welche mit drin. Die Teigstücke werden dünn mit zerlassener Butter bestrichen.

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Dann wird das Hühnchen-Soßen-Frühlingszwiebel-Trio verteilt und mit einem Mix aus Gouda und Cheddar bestreut.

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Die Rechtecke werden nun gestapelt und vertikal in eine Backform gefriemelt.

Ach, da ist ja noch Butter übrig. Also rauf damit.

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Die übrige Soße wird ebenfalls verteilt und sickert in die Teigbombe ein.

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Krosser Käse ist immer eine gute Idee. Daher wird auch noch der restliche Käse verteilt.

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Im Backofen wird das Brot bei 180 Grad etwa 45-60 Minuten gebacken.

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Das Werk darf dann ruhig etwas abkühlen, sodass man mit den Händen gefällige Stücke abrupfen kann, die man dann in eine leckere Knoblauch-Soße tunkt. Das Rezept zur Knoblauchsoße dazu findet Ihr bei den „Süßkartoffel-Pommes“.

Wenn man das Wunderwerk alleine essen könnte – nur mal angenommen – dann braucht man danach bestimmt 4-6 Wochen nichts anderes mehr zu essen, da es enorm krass sättigt. Also mein Tipp: Auf einem abendlichen Buffet, bei dem man mal dies und mal das isst, ein echter Knaller !!

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In diesem Sinne: Guten Appetit !!!

Megaknusprige Hühnchenflügel – wie vom Hähnchenmann

Wie bekommt man eigentlich diese saumäßig knusprigen Hähnchenteile hin, wie  man sie beim Hähnchenwagen bekommt? Die Frage habe ich mir auch gestellt und ein bisschen gegoogelt. Dabei kommt es scheinbar auf das richtige Gewürz an. Ich mache hier keine Werbung, aber mit Hendl-Knuspri bin ich sehr zufrieden.

Ich muss nicht alles selber machen, gerade wenn man es schon in guter Qualität kaufen kann. Ok, wäre das hier ein Gewürzmischwettbewerb, dann sähe das natürlich anders aus, aber laut Hersteller sind nur Kristall-Natursalz, Paprika, Kümmel und Pfeffer enthalten – also keine künstlichen Geschmacksversärker.

Daher: Daumen hoch !!

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Die Flügel werden etwas mit Öl eingerieben, sodass die Gewürzmischung nicht gleich wieder abrieselt. Im Anschluss wird zurückhaltend das Gewürz einmassiert. Nicht zu viel, außer ihr plant einen Pitcher Bier zu den Flügeln auszutrinken 🙂

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Jetzt wird der ganze Spaß auf die Spieße der Rotisserie aufgespießt. Da ich keinen Backburner im Grill habe, nehme ich indirekte Hitze – andernfalls würde das herabtropfende Fett ständig brennen.

Sind die Flügel schon gar, aber noch nicht kross, kann man auch noch etwas direkte Hitze zusätzlich nehmen.

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Mehr ist es nicht…

Guten Appetit !!!

 

Hühnersuppe für kalte Tage

Manchmal sind es die einfachen Sachen, die uns gut tun. In der kalten Jahreszeit – der Zeit der Schnupfnasen – ist die beste Medizin eine ordentliche Hühnersuppe. Die medizinische Wirkung von Hühnersuppe bei Erkältungen ist sogar wissenschaftlich belegt. Sie enthält den Eiweißstoff Cystein und Zink und wirkt durch diese entzündungshemmend, abschwellend und das Immunsystem stabilisierend.

Die Herstellung ist sehr einfach. Man nehme:

  • 1 Suppenhuhn
  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund Suppengemüse
  • Muschelnudeln
  • Salz und Pfeffer

Das Suppenhuhn wird in etwas Butter in einem Topf angebraten. Im Anschluss wird die zerkleinerte Zwiebel mit angebraten, bis diese leicht glasig ist. Als nächstes wird das gewürfelte Suppengemüse mit in den Topf gegeben.

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Ist das Gemüse ebenfalls etwas angebraten, wird es mit etwa 2 Liter heißem Wasser übergossen. Jetzt köchelt das ganze auf kleiner Stufe ein paar Stunden vor sich hin.

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Das Huhn nach der Garzeit vom Fleisch befreit. Das Fleisch wird in gefällige Stücke gerupft, bzw. geschnitten und der Suppe wieder zugegeben.

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Die Suppe wird nun noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Nach Bedarf können auch noch ein paar Muschelnudeln hinzugegeben werden.

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Guten Appetit !!!

 

Geflügelfleischwurst aus 100 % Hähnchenfleisch

Nur wer seine Wurst selber macht, weiß was drin ist. In Zeiten, in denen in Geflügelfleischwurst durchaus auch Schweinefleisch zu finden ist, wird es immer interessanter selbst zu „wursten“ – und das ist sogar mit überschaubarem Aufwand möglich.
Das Geflügel kann man bei dem Händler seines Vertrauens besorgen. Hier habe ich Hähnchenoberkeulen, die noch entbeint werden müssen.

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Ist das Fleisch von den Knochen und Knorpeln befreit, wird es in Stücke geschnitten und noch einmal angefrostet, da es zum Wolfen und Cuttern nicht zu warm werden darf.

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Die Gewürzmischung wird abgewogen, über das Fleisch gegeben und mit ihm grob vermengt.

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Jetzt wird das Fleisch im Wolf durch eine kleine Scheibe (z.B. 3 mm) gelassen. Ich nutze einen elektrischen Wolf. Einfache Geräte mit Handkurbel gibt es schon für 20-30 EUR (aber Achtung: hier kurbelt man sich einen Wolf :-))

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Zum Cuttern benötigt man noch Eisschnee. In diesem Rezept sind dies rund 100 Gramm pro 1000 Gramm Fleischmasse. Den Eisschnee stelle ich aus Eiswürfeln in der Küchenmaschine her.

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Das gewolfte Fleisch wird mit dem Eisschnee und dem Kutterhilfsmittel (Brätfibrisol) vermengt. Über diese Zutat könnte man sich streiten. Es ist ein Diphosphat (E450), das zur Stabilisierung der Wurst eingesetzt wird. Will man ganz „natürliche“ Wurst haben, könnte man es auch weglassen – die Schnittfestigkeit leidet dann allerdings ein wenig.

Gekuttert wird in einer Küchenmaschine. Ich habe zwar für größere Mengen einen Tischcutter, es geht aber auch in einer Küchenmaschine mit schnelldrehenden Messern. Wichtig ist, dass pro Durchgang nur kleine Mengen verarbeitet werden, da die Küchenmaschine es sonst nicht schafft. Das Brät kuttere ich bis es schön schlank und fein ist. Die Temperatur von 12  Grad Celsius sollte das Brät allerdings nicht übersteigen, da ansonsten die Eiweißgerinnung einsetzt.

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Parallel werden die Kunstdärme gewässert. Kaufen kann man diese im Internet z.B. bei der Fleischergilde in Ingolstadt.

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Das feine Brät fülle ich mit dem Füllaufsatz des Wolfs in die Därme. Das funktioniert auch ganz gut. Da der größte Feind des „Wursters“ das Abwaschen der Geräte ist, verzichte ich bei kleinen Mengen auf den Einsatz des separaten Wurstfüllers. Der professionelle Wurstfüller fördert das Brät nicht mit einer Schnecke (wie im Wolf), sondern mit einem Stempel, der das Brät in die Därme drückt. Das ist etwas schonender und macht nicht so einen Krach wie der Wolf.

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Die Würste werden nun mit Küchengarn abgebunden und gebrüht. Bei Geflügel nehme ich ca. 80 Grad heißes Wasser. Pro Millimeter Wurstkaliber etwa eine Minute. Diese Würste haben einen Durchmesser von 50 mm. Das bedeutet 50 Minuten. Ich habe sie eine Stunde gebrüht – sicher ist sicher (keiner legt sich gerne mit Salmonellen an).

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Nach dem Brühen werden die Würste in kaltem Wasser gekühlt und anschließend im Kühlschrank gelagert. Wenn sie richtig abgekühlt sind, kann man probieren. Das Schnittbild ist phantastisch.

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Sehr Lecker auf einem schönen Brötchen.

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Rezept (Angaben je Kilogramm Fleischmasse):

1000 Gramm Hähnchenfleisch (Keule)
100 Gramm Eisschnee
18 Gramm Nitrit-Pökelsalz (NPS)
3 Gramm Brätfibrisol
2 Gramm Knoblauch (frisch)
2 Gramm Dextrose (Traubenzucker)
2 Gramm Paprika
2 Gramm Pfeffer
0,5 Gramm Macis (Muskatblüte)
0,3 Gramm Ingwer
0,2 Gramm Kardamom