Der „Beef-Maker“ von Aldi für 149 Euro im Test (Baugleich mit dem Meateor Helios)

Viele Leute haben mich angesprochen, dass es bei Aldi einen unschlagbar günstigen „Billig-Beefer“ gibt (Besser gesagt: Ab dem 30.08.2018, 08:00 Uhr für rund 30 Sekunden gab).

Spätestens die 149 EUR haben endgültig meinen Kaufreiz geweckt. Daher entschied ich mich eine viertel Stunde vor Öffnung des Discounters breitschultrig die Tür zu versperren, um auf jeden Fall eine dieser Zauberschachteln zu erhaschen. Ich taxierte die vor dem Laden Wartenden und teilte diese in die ungefährlichen Gruppen „Schüler“ und „Muttis“ und in die gegnerische Gruppe „Grillkäufer“ ein. Erstaunlicherweise ist es den um die 40jährigen Männern geradezu auf die Stirn geschrieben: „Ich bin nicht wegen Kinderklamotten oder Scheiblettenkäse hier!!“

Ich bildete eine unsichtbare Allianz mit einem anderen Schnäppchenjäger, mit dem ich während des Wartens über Oberhitzegrills ins Plaudern geriet.

Die Tür ging auf und in Ermangelung an Startblöcken sprinteten wir im fliegenden Start los. Zurufe wie: „Du rechts, ich links“ und „Du einen, ich einen“ führten schließlich zum Erfolg – leider nur für zwei Grillfreunde in dieser Filiale.

Das Gerät wird – für alle die keinen beim Albrecht-Diskount bekommen haben – ab dem 24.09.2018 auch über den Hersteller vertrieben. Daher gilt dieser Test gleichermaßen für den „Meateor Helios“.

Nachdem ich die glänzende Rinderheizung aus der Pappschachtel gepult habe (Das Teil ist wirklich sehr gut verpackt), hatte ich einen ersten Eindruck: Ein wertiger Grill. Bezogen auf den Preis kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der marktführende „Beefer“ 5-6 mal besser sein soll. Daher verzichte ich hier auf Vergleiche, sondern konzentriere mich alleine auf den „Beef-Maker“. Ich finde, dass sich der Bolide optisch recht gut in meine kleine Grillküche einfügt.

Wörtlich genommen handelt es sich beim „Beef-Maker“ zwar um einen „Rindermacher“, aber ich werde nicht zu sehr enttäuscht sein, wenn nach dem Einschalten keine muhende Herde Mini-Rinder über die Arbeitsplatte meiner Grillküche davongaloppiert.

Spaß beiseite. Ich teste den Apparat mit einem Stück Roastbeef, das ich zum fertiggaren in meinen Gasgrill legen werde. Das Fleisch hat eine schöne Menge intramuskuläres Fett, sodass es schön saftig werden dürfte.

Ich bin auch schon sehr gespannt wie das Temperaturwunder mit einem sous-vide gegarten Stück Fleisch umgehen wird, aber das teste ich separat.

Das Einschalten des Beef-Maker ist denkbar einfach. Der Knopf wird zum Zünden ein wenig gedreht und es lodert ein kleines Flämmchen auf.

Dreht man weiter, springt das Flämmchen auf die Brenner über. Wirklich gut durchdacht.

Ob der Zündmechanismus ewig halten wird weiß ich natürlich noch nicht, aber ALDI hat neben einem extra Pizzastein auch noch sagenhafte drei Jahre Herstellergarantie mit in den Karton gesteckt – Chapeau!!

Nach wenigen Minuten glühen die Strahler. Da mein Thermometer ab 500 Grad aussteigt, liegt die Vermutung nahe, dass die Temperatur am Brenner tatsächlich etwa bei 800 Grad liegen dürfte.

Das Steak wird mittig aufgelegt und per Schublade in die heiße Hölle geschoben.

Einen Toastbrot-Test habe ich mir übrigens gespart, da ich zum einen schon welche bei den „Sizzle-Brothers“ und Co. gesehen habe und zum anderen war es mir klar, dass die Hitze unter dem Strahler größer sein muss als daneben. Wenn ich Dusche, bin ich ja auch nicht überrascht, wenn ich nur unterhalb des Duschkopfes richtig nass werde.

Etwa eineinhalb Minuten pro Seite genügen um unterhalb der Brenner eine stattliche Kruste enstehen zu lassen. Wichtig ist, dass Ihr das Fleisch wirklich dicht unter dem Brenner platziert, da die Hitze eines solchen Grills mit dem Abstand zum Strahler stark abnimmt. Ich nehme an, dass dies damit zu tun hat, dass warme Luft das Bestreben hat nach oben zu steigen. Da der Grill nur drei Höheneinstellungen kennt, muss man da etwas mit der Dicke des Fleisches probieren bis es passt.

Sieht doch traumhaft aus (aber den Fettrand werde ich beim nächsten Mal entfernen).

Im Gasgrill gare ich das Roastbeef bis zu einer Kerntemperatur von etwa 56 Grad Celsius, sodass es innen schön medium ist. Zum Prüfen der Kerntemperatur nehme ich mein Grilleye-Thermometer.

Ich muss sagen, dass es so ist wie vermutet. Eine dank Maillard-Reaktion wunderbar ausgebildete Kruste aus Röstaromen rahmt ein phantastisch rosafarbenes Stück Rind ein – so soll es sein.

Fazit: Ich würde mir das Gerät immer wieder kaufen. Da ich aber nicht weiß, ob der Beef-Maker bei ALDI noch einmal angeboten wird, spreche ich auch eine klare Kaufempfehlung für den Helios vom Hersteller Meateor für 199 EUR aus (hier der Link: https://www.meateor.de).

Ich werde weiter testen und Euch auf dem Laufenden halten.

In diesem Sinne: Einen guten Appetiet !!

 

 

 

„Die im Süden essen Stäbchen und wir essen Lachs“

Während LAX die Abkürzung eines Flughafens in den Vereinigten Staaten von Amerika ist, ist der phonetische Wortzwilling Lachs eine echt bodenständige und leckere Geschichte – insbesondere wenn man ihn „pur“ genießt.

Der Ort der Zubereitung ist meine Grillplatte. Die ist schön heiß, es darf auch mal spritzen und „am Grill hantieren“ ist grundsätzlich schon mal ne feine Sache.   Alles was sich auf der Gussplatte befindet ist ein ordentlicher Spritzer Olivenöl.

Das Schwimmtier wird sanft auf das heiße Eisen gebettet, was der Fisch scheinbar dankend mit einem ausgelassenen Zischen und Brutzeln quittiert.

Wenn so langsam etwas Eiweiß aus dem Meerestier austritt ist es Zeit es zu wenden.

So bekommt die der Haut abgewandte Seite auch noch ein bisschen Farbe.

Noch einmal umdrehen und Fischi ist bereit für den Teller.

Nach Belieben etwas Pfeffer und Salz, ein Spritzer Zitrone nach Bedarf und das war es.

Der Lachs ist noch lecker glasig im inneren und schmeckt hervorragend. Ganz abgesehen davon sind Fische auch recht gesund (Omega und Co.).

Zugegeben, das Foto haut mich jetzt auch nicht aus den Latschen, aber es war echt lecker.

In diesem Sinne: Einen guten Appetit !!!

Wenn das Fleisch 5x so teuer ist wie der Grill – Entrecote meets REWE Einweggrill

Als ich neulich beim „Hurricane-Festival“ mit ansehen musste, wie ein junges Mädel in „Mordor“ –  dem Ort wo die Menschen auf dem Boden schlafen – auf einem „Einweg-Picknickgrill“ ein Stück marinierte Hänchenbrust in ein unansehnliches Konglomerat aus antibiotikareichem Fleisch und Kohle verhext hat, hätte ich lieber in den Grill gebissen als in das „Gargut“.

Aber dieses Erlebnis hat mich in meiner letargischen Bierlaune dazu beflügelt es selber einmal auszuprobieren. Aber nicht mit Katzenfutter, sondern einem irischen dryaged Entrecote.

Man nehme also einen solchen Einweggrill aus dem Eingangsbereich eines handelsüblichen REWE und befreie ihn – wie ein „Werther´s-Echte-Bonbon“ von seiner glitzernden Plastikhülle.

Den Grill könnte wahrscheinlich sogar ein dressierter Affe „aufbauen“, aber zur Sicherheit werfe ich einen Blick in die üppige Anleitung.

Mit einem Streichholz wird nun das paraffingetränkte Papier entzündet,…

…das umgehend gleichmäßig abfackelt.

Dann muss man etwa 20 Minuten warten bis das Glutmonster seinen angedachten Zweck erfüllt und das billige Streckmetall auf eine ansehnliche Temperatur hat ansteigen lassen (Hitze wird das Metall aber wohl kaum speichern, es verhindert nur, dass das Fleisch direkt in die Kohlen plumpst).

Nun ist es Zeit das ausgezeichnete Stück irischen Rindes, das selbstverständlich rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen wurde, auf die okologisch eigentlich eher unverantworliche Fleischheizung zu betten (in Mordor hat überigens so ziemlich alles immer Zimmertemperatur).

Es gilt auch hier die Regel: Ein dickes Stück kann man weniger gut versauen als ein dünnes !!

Das dreidaumendicke Scheibchen des Wiederkäuers wird so scharf es der Picknickgrill nur vermag angegrillt, sodass auf beiden Seiten ausreichend Röstaromen entstehen.

Ich bin überrascht, dass das Teil richtig Hitze entwickelt. Chapeau!!

Da wir ja wissen, dass diese Grills trotzdem nur einen infinitesimal kleines Einsatzspektrum haben, gilt es jetzt etwas zu trixen, um aus der heißen Kohlenschale einen Oberhitzegrill zu machen.

Man nehme irgendeine temperaturbeständige Schale oder Auflaufform und lege das Steak da rein. Darauf wird – quasi als Deckel – der Grill gestellt. Da der Grill die Temperatur natürlich auch nach unten abgibt, ergibt sich ein Versuchsaufbau, der dem eines Backofens entfernt gleicht.

Zur Sicherheit überwache ich mit meinem Grilleye-Thermometer sowohl die Kerntemperatur des Fleisches als auch die Temperatur des „Garraums“.

Da die Hitze ja nur von oben kommt, drehe ich den Boliden zwischendurch einmal um.

Sobald das Steak eine Kerntemperatur von ca. 56 Grad hat, lege ich es an die Seite zum Ruhen.

Praktisch ist, dass man während des Garens die gesamte Grillfläche wieder zur Verfügung hat. Ein bisschen gegrilltes Gemüse kann also parallel zubereitet werden. Das habe ich mir hier allerdings gespart 🙂

Das Steak war ziemlich auf den Punkt. Den kleinen grauen Rand verzeihe ich mal dem 2,99-Grill.

Was kann man also aus so einer Aktion lernen? Ein Steak braucht Röstaromen durch starke Hitze und eine Garzeit mit geringer indirekter Hitze. Wie man das erreicht ist im Prizip total egal. Ob im Geschirrspüler, auf einem Spaten oder eben auf einem Picknickgrill – scheißegal.

In diesem Sinne: Einen guten Appetiet!!!

PS: Ich möchte ausdrücklich drauf hinweisen, dass jede Form des Zeltens, Ravioli, Dosenbier und auch Picknick-Grills und Dreibeine zum Hurricane gehören wie die Musik und runde Füße vom rumlaufen. Dies ist nur eine Methode wie man so einen Grill auch benutzen kann 🙂

 

 

 

„Hurricane-Festival-Burger“ (Angus-Beef im Brioche-Bun mit Cheddar, BBQ-Soße, Bacon, Zwiebeln, Salat und Hollandaise)

Das Hurricane – „Musik und Matsch“. Aber dieses Mal nicht, da es erstaunlicherweise kaum geregnet hat. Was aber als Konstante neben Musik, coolen Leuten und „ein paar“ Bierchen geblieben ist, ist leckerers Essen.

Ich bitte es mir nachzusehen, dass ich nicht noch meinen Fleischwolf mitgeschleppt habe, sondern an der einen oder anderen Stelle auf fertige Produkte zurückgegriffen habe.

Mitgenommen habe ich:

Den Bacon habe ich in einer Pfanne angekrosst…

…und anschließend im ausgelassenen Schweinefett die Zwiebeln glasig gebraten.

Vom mitgebrachten Salatkopf (wahrscheinlich der einzige auf dem Gelände) schneidet man ein paar dünne Scheiben herunter, sodass sich recht feine Salatstreifen ergeben. Man kann seinen Salat auch im ganzen Blatt verwenden, das ist prinzipiell egal.

Auf der coolen gasbetriebenen Grillplatte, die direkt außen am WOMO angeschlossen wird, lassen sich ausgezeichnet Burger grillen. Für Würstchen ist sie leider nur mäßig geeignet, aber Fleisch geht super!!

Nachdem in beide Seiten ein Muster eingebrannt wurde, wird der Cheddar aufgelegt und die Brötchenunterseite angeknuspert.

Die fertige BBQ-Soße wird zuunterst auf den Bun verteilt – am besten mit einem Löffel.

Dann werden der Salat, das Pattie, Zwiebeln und Bacon in „ausreichender“ Menge gestapelt. Hier muss man etwas zwischen Baconhunger und Handhabbarkeit der Geschmacksbombe abwägen.

Zum Schluss gibt es noch einen ordentlichen Klecks Hollandaise. Hier würde auch ausgezeichnet eine scharfe Sambal-Hollandaise passen, aber wer schon mal auf einem Festival war, der weis, dass große Mengen Chilli ne echte „Scheißidee“ sind.

Dann noch den Deckel drauf und gut ist.

Mein Fazit: Voll Geil!! Mit ähnlichen Zutaten hatte ich schon einmal eine BBQ-Pizza gemacht. Da mir die so gut gefallen hat, dachte ich mir: Den Geschmack kann man sicherlich auch zwischen zwei Burgerbunhälften pressen. Total saftig, und lecker – so wie es sein soll 🙂

In diesem Sinne: Einen guten Appetiet !!!

(Auch noch einmal einen lieben Dank an meinen Papa, der mich an seinem Geburtstag zum Hurricane hat fahren lassen (nächstes Jahr endet es „Gott sei Dank“ schon am 23.06.))

PS: hier noch ein paar Eindrücke aus Scheeßel !

trocken gereiftes Flank-Steak vom „Wurst-Basar“

Ab und zu schwappen über den Atlantik „neue“ Fleischzuschnitte herüber. Seit einer kleinen Weile ist das Flank-Steak voll im Trend. Es ist ein langfaseriger Bauchlappen, den man fachmännisch ausgedrückt „unten hinten am Bauch vor den hinteren Beinen des Rindes“ findet, und der bis dato einfach zu Hack verarbeitet wurde.

Ich habe etwa ein Kilo des Wiederkäuers beim „Wurst-Basar“ in Pattensen gekauft. An dieser Stelle mal ein Lob. Der Wurst-Basar ist in der Region eine wirklich gute Adresse, auch wenn man das bei einem Filialgeschäft nicht vermuten sollte.

Das Stück besteht aus etwa zwei gleich großen „Cuts“ die man ein paar Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holt.

Ein paar Reste von Fett und Silberhaut habe ich noch entfernt.

Leicht gesalzen wird das Stück scharf angegrillt. Ich habe es etwa zwei Minuten pro Seite gegrillt.

Mit einer Sizzle-Zone würde man sicher noch ein bisschen mehr Farbe ans Fleisch bekommen, aber ich denke es sollte auch so gehen. Da es sich um ein echt dünnes Steak handelt, habe ich mal lieber nichts riskiert und es mit den Röstaromen übertrieben. Zack ist der Kollege durch und es gibt lange Gesichter – lieber nicht.

Nach dem Angrillen werden das Fleisch und der Garraum verkabelt.

Bei so rund 120- 130 Grad Celsius wird das Flank zu ende gegegart.

So, und jetzt nicht in Hektik verfallen. Das Fleisch ist wie ich: Ab und zu mal Ruhe haben ist echt ne super Sache. Hier reichen so 5 Minuten in denen der Fleischsaft sich wieder im Fleisch verteilen kann.

Mit einem Knoblauchbrot (von Blockhaus) und ein bisschen was buntem (in der Pfanne in Olivenöl geschwenkte Tomaten) kann gegessen werden. Hier habe ich noch ein bisschen zerlassene Kräuterbutter verwendet. Eine Alternative ist klare Butter zu nehmen, oder einfach gar nichts außer Pfeffer (Salz war ja schon drauf).

Das Fleisch hat einen angenehmen Rindfleischgeschmack – echt lecker. Es ist sehr zart. Man muss es allerdings so aufschneiden, dass die langen Fasern in kurze Streifen geschnitten werden, sonst hat man ordentlich zu kauen 🙂

Meine Empfehlung: unbedingt mal nachmachen !!

In diesem Sinne: Einen guten Appetit !!!

BBQ-Sauße – fruchtig, süß, scharf und angenehm „klebrig“

Am Wochenende treffe ich mich mit ein paar Jungs um das lukullische Leben ein wenig zu genießen. Da mein lieber „Gero“, dem ich in Food-Kram blind vertraue, gesagt hat: „Ist doch nur halber Kram… Warum soll ich eine Barbecue Soße aus einer Barbecue Soße kochen?“ kochen wir jetzt jeder eine BBQ-Soße und testen dann mal.

Mir persönlich ist das „Latte“ ob als Zutat eine BBQ-Soße dazukommt. Mit der Soße habe ich super Erfahrungen gesammelt. Ob für Pulled-Pork oder zum glasieren von Rippchen – die Soße ist der Knaller, und so gehts:

Man nehme:

  • 250 ml einer süß-pikanten BBQ-Soße
  • 250 ml Honig
  • 125 g Butter
  • 120 ml Ketschup
  • 60 ml Orangensaft
  • 50 g brauner Zucker
  • 4 EL Dijon-Senf
  • 2 EL Essig (z.B. Weißweinessig)
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL grob gemahlener Pfeffer
  • 1 EL Chilipulver
  • 1 EL Knoblauchpulver

Falls Ihr vom Pfeffermahlen keine Sehnenscheidenentzündung haben wollt, könnt Ihr auch etwas mit dem Akkuschrauber tricksen.

Glaubt mir, das geht schnell.

Jetzt kommt der entscheidende Teil: Alles in einen Topf werfen …

… und bei mittlerer Hitze verrühren.

Nach etwa einer viertel Stunde bei häufigem Umrühren haben sich alle Aromen schön miteinander verbunden und der Geruch des Essig ist verflogen.

Man sollte die BBQ-Soße nicht sofort essen, sondern erst im Kühlschrank weiter durchziehen lassen. Vom Löffel ablecken ist aber OK 🙂 Fertig !!

So, mein Fazit: Die süß-scharf-fruchtig-klebrige BBQ-Soße ist geil. Aufgrund der nicht unerheblichen Menge an braunem Zucker ist sie super zum Glasieren von Fleisch geeignet (außer man mag klebrige Rippchen nicht so gerne), daher ruhig mal nachmachen.

In diesem Sinne: Einen guten Appetit !!!

Beef Jerky made by „Dörrte“, dem Dörrautomaten (Dryaging 5.0)

Beef Jerky ist ein leckerer Snack, der seit einiger Zeit auch in deutschen Tankstellen und Supermärkten Einzug erhalten halt. Besonders auffällig an Beef Jerky ist neben dem Geschmack und dem Funfaktor der Preis. Daher empfiehlt es sich das einmal selber zu machen. Aber jetzt weiß ich auch warum das Jerky recht teuer ist, denn nach dem Dörren ist das Fleisch auf ein Minimum zusammengeschrumpft.

Was ist Beef Jerky überhaupt? Die indianischen Ureinwohner Nordamerikas hatten als Proviant, und da Gefriertruhen „recht rar“ waren, Büffelfleisch getrocknet, um es so haltbar zu machen. Die amerikanischen Siedler haben diese Methode übernommen. Zack: Beef Jerky!!!

Bei den Zutaten gibt es zwei Bestandteile –  die Marianade und das Rindfleisch.

Bei der Marinade ist Kreativität durchaus erlaubt. Die Grundbestandteile sind aber häufig Worcester-Sauce und Sojasauce.

Ich habe verwendet:

  • 140 ml Worcester-Sauce (eine Flasche)
  • 150 ml Sojasoße (auch eine Flasche – kommt auf ein paar ml mehr oder weniger nicht an)
  • 3 tl brauner Zucker
  • 1,5 tl liquid Smoke
  • 1,5 tl Zwiebelgranulat
  • 1,5 tl Knoblauchgranulat
  • 2 tl Sriracha-Chilisauce

Das ganze wird einfach zusammengerührt. Da geht ausnahmsweise auch mal ein „liebloses herumgerühre“, da das wirklich nur Marinade ist.

Beim Fleisch muss natürlich der Schalter wieder auf „liebevolle Behandlung“ umgelegt werden. Ich habe ein Stück Roastbeef genommen, das ich noch im Gefrierschrank hatte. Mein Tip vorweg: Nehmt mageres Fleisch, wie z.B. fertig geschnittene Rouladen, da man möglichst sämtliches Fett und Sehnen entfernen muss. Fett lässt sich leider nicht dörren und es wird dann so gilstrig.

Den Fleischbrocken habe ich durch die Brotmaschine gejagt (,…fragt mal eure Backwarenverkäuferin, ob sie den Braten mal eben auf mediumstärke scheiden kann 🙂 ). Nächstes mal mache ich auch noch etwas dünnere Scheibchen. Die trocknen einfach schneller.

Nun wird das gesamte Fett entfernt.

Es ergeben sich mehr oder weniger gleichmäßige Streifen. Wie lang die Streifen sind ist nicht wichtig. Wichtig ist eine gleichmäßige Dicke, da sie sonst unterschiedlich schnell durchtrocknen.

„Marinade meets Meet“. Viele sagen, dass die Marinade über Nacht im Kühlschrank einwirken soll. Ich habe ca. 5 Stunden gebraucht und muss sagen, dass ich einen intensiveren Geschmack nicht brauche. Aber Probieren geht über Studieren (Außer vielleicht bei Fallschirmspringen und Hochseilartistik).

Nach der Einwirkzeit wird das Fleisch abgetupft. Die Kehle befeuchten und das Fleisch trocknen – ein guter Deal !!

Auf dem Dörrgerät meiner Frau (wir nennen den Lufttrockner liebevoll „Dörrte“) wird der Wiederkäuer mit etwas Lücke für die hindurchströmende Luft ausgebreitet.

Bei etwa 40-45 Grad – das Fleisch darf nämlich nur trocknen und nicht garen (Ihr wisst schon: Denaturierung von Eiweiß) – wird das Fleisch für etwa 6 Stunden gedörrt. Wenn es dann noch zu weich ist, schaut man ab und zu mal ob „Dörrte“ ihr Werk inzwischen vollbracht hat.

Im übertragenen Sinne macht man aus ner Kuh wieder ein Kalb – zumindest was die Größe anbelangt.

So, das wars. Eine schöne Schale „Beef Jerky“ für das man im Supermarkt ein kleines Vermögen ausgegeben hätte, und wenn ihr mich fragt: Es schmeckt auch noch besser.

In diesem Sinne: Einen guten Appetit !!!

BBQ-Pizza mit Bacon, glasierten Zwiebeln und Hollandaise aus dem „Outdooroven“

Pizza geht immer – aber lecker muss sie sein. Ein Kriterium, das die BBQ-Pizza definitiv erfüllt. Warum? Die Mischung aus BBQ-Soße und Hollandaise ist einfach der Hammer und Geheimwaffen wie Bacon und Zwiebeln, ein krosser Teig und ein heißer Ofen bringen eine absolute Geling-Garantie!!

Aber erst mal auf Anfang. Zu einer guten Pizza braucht man neben einem kleinen Höllenfeuer auch noch einen guten Hefeteig, und der geht wie folgt:

Ihr nehmt für ca. 5 Pizzen:

  • 600 Gramm Mehl (wenn möglich ein Pizzamehl „Tipo 00“, ansonsten ein Typ 405)
  • 375 ml lauwarmes Wasser
  • 21 Gramm frische Hefe (das entspricht einem halben Würfel)
  • 15 Gramm Salz
  • und ein paar Esslöffel Olivenöl (ca. 4)

Das Mehl wird in eine Rührschüssel gegeben. In die Mitte wird mit einem beherzten Faustschlag oder einem sanften Eindrücken einer Suppenkelle eine Kuhle gebildet. Die Hefe wird mit den Fingern in diese Mulde gebröselt …

…  und mit einem Teil des Wassers übergossen.

Dann werden ein paar sehr ordentliche Spritzer Olivenöl hinzugefügt, und die Masse darf sich für eine kurze Zeit – 10 Minuten dürften reichen – erholen. In dieser Zeit werden die Hefekulturen aktiv (Jam jam, fressi fressi !!!)

Mit der Teigmaschine oder einem großen Löffel wird der Mehlbrei zu einem schönen glatten Teig verrührt. Zum Ende darf dann auch das Salz dazugegeben werden. Das verträgt sich angeblich nicht so gut mit der Hefe, daher kommt es erst zum Ende ins Spiel.

Mit der Hand kann man dann doch noch am besten kneten. Daher wird der Teigling noch für etwa 10 Minuten mit den körperwarmen Händen zuendegeknetet.

Dann ab in eine Schüssel…

… und ein nasses Tuch darüber gelegt.

Nach einer halben Stunde – es kommt hierbei sicher nicht auf die Minute an – werden ca. fünf „200-Gramm-Kugeln“ geformt. Diese werden noch leicht mit Olivenöl eingeölt und auf ein ebenfalls leicht geöltes Backblech gelegt. Das nasse Handtuch wird wieder darüber gelegt und dann darf der Teig ein zweites Mal gehen (zwei Stunden genügen hier).

Der perfekte Zeitpunkt um sich dem Belag zu widmen. Die Zutaten sind überschaubar. Bacon, Käse, Zwiebeln und eine geile BBQ-Soße. Ich Dödel habe leider die Hollandaise vergessen ins Foto zu schieben. Die müsst Ihr Euch mal denken, aber es ist eine aus nem Tetrapack – das reicht vollkommen.

Der Speck wird grob zerkleinert und auf dem Ofen angebraten. Also nur mal am Rande. Der Outdooroven ist der Knaller. Bei Interesse: Weltevree mal googeln!!

Im Fett, das aus dem Speck gelaufen ist, werden die Zwiebeln glasig gebraten.

Nun (nach etwa zwei Stunden) wird der Teigling auf einem – natürlich mit Olivenöl eingefetteten Blaublechpfännchen breitgedrückt, bis er sich der Form des Bleches genähert hat. Nudelholz ist also „out“.

Die BBQ-Soße wird großzügig auf die Mehlunterlage gegeben und …

… mit einem Löffel verteilt.

Was darf nicht fehlen? Käse !!! Ich habe einen fertigen Pizzakäse genommen. Selber reiben ist vielleicht noch besser, aber mir genügt das.

Zu guter letzt werden noch die Zwiebeln, der Bacon und kleine liebevoll gemalte Hollandaise-Tupfen auf die Pizza gebracht.

Im Ofen, der auf die Temperatur „Inferno-300-Grad-Plus“ vorgeheizt ist (Temperatur immer möglichst hoch wählen) wird die Pizza gebacken bis sie schön aussieht. Ist der Boden nicht der Hammer?

Aus dem Ofen befreit (Ok, das ist eine andere Pizza),…

… kann geschlemmt werden.

Ein Traum !!

Krosser Boden, saftig und cremig im Belag, Röstaromen, Kalorien im Überfluss, was will man mehr. Es ist kein leichter Sommersnack, aber kommt schon: Leider Geil !!

Der Boden ist angenehm aufgegangen…

Mehr brauche ich glaube ich nicht zu sagen. Einfach mal nachmachen. Das muss natürlich kein Outdooroven sein. Es geht jeder Kugelgrill, jeder Gasgrill oder ein Keramikgrill. Ich würde Euch nur einen Pizzastein empfehlen – und immer Vollgas !!!!

In diesem Sinne: Einen guten Appetit !!!

Irisches Dry Aged Tomahawk

In der Kategorie „Steak im Scheckkartenformat“ (und zwar nur was die Dicke angeht), spielt dieses Tomahawk vom trocken gereiften irischen Rind definitiv in der Champions-League.

Zusammen mit einer cremigen Ofenkartoffel und leckerer Sour-Cream ein Traum.

Das Fleisch habe ich in meiner Liebligsecke der Metro mit dem großen Schild „Frischfleisch“ gekauft.

Vor dem Grillen lasse ich das Steak ca. zwei Stunden bei Raumtemperatur in der Küche liegen, sodass es nicht kühlschrankkalt auf den Grill muss. Dann reibe ich es noch ein wenig mit Öl ein. Gewürzt wird bei mir erst nachher.

Wenn der Grill so um die 300 Grad hat, lege ich den Kaventsmann auf.

Ein bis zwei Minuten grillen, dann um ca. 90 Grad drehen, und dann wenden…

… und dann das gleiche noch einmal.

Damit ich den Gargrad nicht ertasten muss, piekse ich ein Thermometer ins Rind.

Bei ca. 57 Grad ist es fertig. Manche nehmen das Steak schon wesentlich früher vom Grill, aber ich mag es nicht, wenn es beim Essen noch „Muh-Geräusche“ gibt.

Sieht das nicht geil aus?

Jetzt durchläuft der Kollege noch kurz das „Tellerfoto-Dings“, und dann kann auch schon gegessen werden.

Meine Fresse, da läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Fazit: Geiles Teil, zart und ein super Geschmack – ein echtes Männersteak. Aber, da man den Knochen nicht mitessen kann, tut es ein schönes Entrecote ohne Griff eigentlich auch 🙂

In diesem Sinne: Einen guten Appetit !!!