„Oink Oink“ am Morgen vertreibt Hunger uns Sorgen

Zweifelsfrei ist Pulled-Pork eine echt geile Geschichte. Leider sind meine Frau, meine Tochter und ich alte Naschkatzen. Wenn das PP seine gewünschte Kerntemperatur hat, und diesen phantastischen Duft verströmt, dann können wir in der Regel kaum widerstehen uns ein paar Brocken vom dampfenden Gral abzurupfen und unter Mmmmhhhh-Lauten zu verschmackofatzen. Neulich hat meine Frau einen vergleichsweise kleinen Nacken besorgt. Das Ziel: Man kann sich ja den ganzen „Pull-Prozess“ sparen und das Dingen direkt verputzen.

Die Idee führe ich heute fort. Ein Stück von etwa 1,5 Kilo schrumpft nach 12-16 Stunden auf ein kompaktes Stück Geschmacksgold zusammen. In diesem Versuch nehme ich als Rub den „Carolina Mustard“ von „Don Marcos“.

Das Schätzchen bekommt eine kurze, aber liebevolle Massage mit allerfeinstem Mostrich. Dieser hat eine antibakterielle Wirkung und dient als Kleber für den Rub.

Der Rub wird großzügig auf den Nacken gekrümelt und rundherum angedrückt.

Im Folienbeutel ruht das Vorprodukt für ein paar Stunden – oder auch über Nacht – im Kühlschrank.

Ich habe zwar auch einen kleinen Smoker, aber ich bin faul (ökonomisch im Umgang mit meinen Kräften). Da ich mir nicht so viel Aufwand gönnen möchte, und nachts gut schlafen will, nehme ich den Gasgrill. Auf die Aromaschiene stelle ich die Räucherschale mit ein paar Hickory- und Kirsch-Chunks. Darüber platziere ich eine Auflaufform mit reichlich kochendem Wasser. Am besten randvoll, da ich noch nicht in dem Alter bin, wo man nachts aufstehen muss oder soll. Das Wasser dient als Feuchtigkeitsspender und als Temperaturpuffer. Zuoberst wird ein Rost mit dem Braten aufgesetzt.

Die Chunks fangen schon schön an zu mökern.

Der Nacken wird nun noch verkabelt. Ein Fühler für die Garraumtemperatur und einer für das Fleisch. Der Sensor sollte in der Mitte des Bratens landen. Das erreicht man, in dem man vorher aussen mit dem Pieker Maß nimmt und dann erst hineinsticht.

Nach rund 14 Stunden bei 105 Grad liegt die Kerntemperatur bei 80 Grad. Es fehlen also noch ca. 14 Grad.

Schweine sind eigenwillige Tiere. Vielleicht ist auch das Sturmtief „Xavier“, das zurzeit über die Grillküche Pattensen fegt schuld, dass der Braten jetzt schon 22 1/2 Stunden auf dem Grill ist. Die Temperatur am Fleisch beträgt zwar etwa 105-110 Grad, aber der Wind scheint den Grill doch irgendwie zu kühlen. Das ist nicht schlimm, aber es macht ein geplantes Frühstück mal schnell zu einem Abendessen. Trotzdem, die Sache lohnt sich. Wie man sieht, tritt bei leichtem Druck auf den kleinen Strolch jede Menge Saft aus.

Durch die lange niedrige Garzeit zerfallen Kollagene im Bindegewebe und ein 0815-Nacken wird zu einer Offenbarung.

Nach knapp 23 Stunden hat die Sau endlich die gewünschte Temperatur von 94 Grad. Und ich sage euch: ZUM NIEDERKNIEN!!!

Die Kruste ist enorm geschmackvoll. Sämtliches Fett hat sich verflüssigt und die Fleischfasern fallen auseinander und sind herrlich saftig.

Es dauert zwar eine kleine Ewigkeit, aber der Grill braucht nur wenig Betreuung.  Wer nur kurz und scharf gegrillte Nackensteaks kennt, der wird nicht glauben, dass es sich um das gleiche Stück Fleisch handelt.

In diesem Sinne: Einen gutem Appetit !!!

Stapel-Toast-Hawaii im BBQ-Speckmantel

Es gibt ja so viele Filmchen bei Facebook, die auf spielerische Art und Weise die Herstellung von versautem Essen zeigen. Einer hat es mir spontan angetan – die Neuinterpretation eines Küchenklassikers, der Generationen von Heranwachsenden begeistert hat – dem Toast-Hawaii.

In diesem Fall wird der Klassiker mit der Allzweckwaffe „Speck“ getuned. Wie gut das ist, probieren wir einfach mal aus.

Die Zutaten sind kein Hexenwerk:

  • Toastbrot
  • Kochschinken
  • Ananas in Scheiben
  • Krümelkäse (analog oder digital, scheißegal)
  • Speckstreifen
  • BBQ-Soße nach Geschmack

Zuerst wird der zuckrige Saft aus der Dose abgegossen. Bestimmt ist der Dosensaft voller Vitamine, aber wer ihn nicht zur Befüllung einer Wespenfalle braucht, schüttet ihn einfach ins Klosett.

Dann wird mit der leeren Dose das fluffige Brot mittig durchstochen, sodass sich dosengroße Löcher im Backwerk ergeben. Drei Scheiben mit Loch, zwei ohne Loch.

Auf eine Scheibe ohne Loch werden die drei mit Loch gestapelt. Man könnte auch die Dose als Zentrierhilfe nutzen, aber ich wette es geht auch ohne 🙂

Dann wird mit dem praktischen Weißblechbehältnis der Kochschinken ausgestochen. Ein bisschen Drehen und das Scheibchen ist wie gemalt.

Nun wird das Brot-Bassin befüllt. Zuunterst kommt der Schinken…

…dann eine Scheibe der köstlichen Südfrucht…

…und dann eine Portion des geriebenen Käses. Der Vorgang wird ein zweites Mal in gleicher Reihenfolge ausgeführt.

Wäre es nicht so verpönt, würde ich mir die Erfindung von „Form-Speck“ von der Rolle wünschen. So wäre der Verpackungsakt kein Problem. Aber da dieses ganze Formfleisch (was ist eigentliche Kochschinken?) nicht so hipp ist, nehmen wir ein gutes Dutzend Scheiben Frühstücksspeck zum Einwickeln.

Der Klotz kommt dann in indirekter Hitze auf den Grill, bis der Speck etwas kross geworden ist. Es darf nicht zu schnell gehen, da der Käse etwas Zeit zum schmelzen braucht. Also nehmt nicht 200 Grad, sondern eher 130 Grad.

Der gebräunte Speckmantel wird mit BBQ-Soße eingepinselt und weitergegart.

Die Soße wird schön „schlotzig“ (sämig bis klebrig).

Mehr isses dann auch nicht. Aufschneiden, reinbeißen und danach die Finger waschen.

Schmeckt sehr lecker. Geht nicht in die Ecke der „hochexperimentellen“ Küche, da es aus Garanten für einfaches und leckeres Essen hergestellt ist. Meine Frau sagte mir jedoch: Nächstes Mal vielleicht das Toast toasten und den Käse mehr schmelzen lassen – ich werde es versuchen !!! Eine Anmerkung noch von mir: Ich nehme nächstes mal auch den richtig billigen Scheiblettenkäse, denn ohne diesen ist es streng genommen kein echtes Toast Hawaii…

In diesem Sinne: Aloha und Guten Appetit !!!

Nachtrag vom 1.6.2017, 20:33 Uhr:

Ich habe inzwischen die Variante mit getoastetem Toast und Scheiblettenkäse ausprobiert. Ich rate Euch diese Variante zu probieren. Super schlotzig und total Toast Hawaii !!!

BBQ-Eier vom „Osterschwein“

Zum höchsten Kirchenfest wünscht das gesamte Team der Grillküche Pattensen „Frohe Ostern“!! Und am besten verpackt man so einen Ostergruß in Käse, Hack und Bacon.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Gericht nicht nur als Ei, sondern auch als Ball funktioniert, aber das käme auf einen Versuch an.

Hier die Zutaten: kleine Paprika, frische Bratwurst (grob), Frischkäse, geriebener Cheddar, Bacon und BBQ-Soße.

Die ganz Harten können natürlich auch Chilis füllen. Da ich dann aber alle alleine essen müsste, habe ich mich für Paprika entschieden und nur zwei mit etwas kleingeschnittener Chili gefüllt.

Als Frischkäse habe ich mir einen fertigen gekauft, der bereits ein paar Gewürze enthält. Welchen Ihr da nehmt ist im Prinzip egal.

Vermengt wird der Frischkäse (200 Gramm) mit 150 Gramm Cheddar.

Beim Mischungsverhältnis ist Kreativität natürlich erlaubt.

Die Paprika werden geköpft und von Kernen und sonstigem Gezuppel befreit.

Mit einem kleinen Löffel wird die Käsemischung in das Nachtschattengewächs eingearbeitet. Mit einem Kochlöffelstiel kann auch noch etwas nachgestopft werden.

Für den kleinen Kick kommt in die Papa-Version etwas Chili.

So, sieht schon mal ganz anständig aus.

Für das Fleischkorsett nehme ich frische Bratwürstchen vom Fleischhauer des Vertrauens. Es ist natürlich jedem freigestellt den Wolf anzuschmeißen und selber zu wolfen, aber auch hier gilt: „Alles kann, nix muss“!

Der Vorteil am fertigen Wurstbrät ist, dass dies schon gewürzt ist und der Fettanteil ausreichend hoch ist, sodass die „Eierspeise“ nicht trocken wird.

Wer früher Spass mit „Play-Doh-Knete“ hatte, wird mit dieser Arbeit auch ganz gut klarkommen. Die Paprika wird nun in einen Hauch aus Hack gehüllt.

Käse ist wie Dr. Kimble – immer auf der Flucht. Daher sollte die Hackhülle möglichst dicht sein, um dem schmelzenden Käse etwas Einhalt zu gebieten.

Die Eiform ist zweifelsfrei zu erkennen !!

Das Schichtgericht wird zu guter Letzt mit Speck eingewickelt. Das hält das ganze schön saftig. Ausserdem ist Speck eine der wichtigsten Zutaten im Grillsport.

Die Eier werden gesmoked. Für das bisschen Rauch mache ich den Smoker aber nicht an. Ein paar Räucherchips in der Räucherschale tun es auch. Sie sollten vorher ein wenig eingeweicht werden, sodass sie nicht gleich verbrennen.

In Reih und Glied sitzen die Fleischeier auf dem Rost. Die Wasserschale über dem Brenner schirmt die direkte Hitze etwas ab und spendet ein feuchtes Klima im Grill.

Nach einer Stunde bei 125 Grad Celsius sind sie schon ein bisschen angebräunt.

Jetzt ist es Zeit für die Glasur mit BBQ-Soße. Da diese beim Garen schön einreduziert, wird sie zu einem lecker-klebrigen Mantel, der auch noch schön aussieht.

Nach einer weiteren Schicht Soße ist nach etwa zwei Stunden alles fertig.

So sieht es übrigens aus, wenn ich das Foto vom Ergebnis mache. Für die Zwischenschritte nehme ich einfach das iPhone. Das „Tellerfoto“ wird dann allerdings mit Stativ gemacht. Keine Angst es gibt keine Steine zu essen, das ist nur der Platzhalter zum testen der Schärfe.

Das sind sie nun, die BBQ-Eier vom Osterschwein. Eine kleine Leckerei. Innen heißer Käse, fruchtige Paprika, die immer noch Biss hat, saftiges Wurstbrät, und eine Hülle aus rauchigem Bacon mit klebriger BBQ-Soße. Dazu reicht man am besten ein „kühles Blondes“ !!

Hier noch einmal eine Detailaufnahme der Version mit der orangen Paprika.

In diesem Sinne: Guten Apettiet und „Frohe Ostern“ !!!

 

Pulled Pork, denn gut Ding will Weile haben (Saulecker)

Pulled Pork ist zur Zeit im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Kein Food-Truck-Festival, keine Kirmes, kein Garnichts kommt mehr ohne einen „Pulled-Pork-Stand“ aus. Ist es nur ein Hype? Ja, aber kein so schlechter. Pulled Pork gehört zur Königsdisziplin des BBQ und zählt in den USA bei den einschlägigen Grillwettbewerben neben Brisket (Rinderbrust), Rippchen und Hühnchen als viertes Gericht in die Wertung.

Mal schnell ein Pulled Pork machen geht nicht. Es braucht relativ viel Zeit, die nicht jeder bereit ist zu investieren. Da ich an sich schon gerne – unabhängig vom Ergebnis – am Grill rummache, ist für mich die lange Zeit kein Hinderungsgrund. Mit ein bisschen Übung gelingt es ohne zur „Belastung“ für den Griller zu werden. Ich mache mein PP über Nacht und lasse mich im Idealfall von meinem Funk-Bratenthermometer bei 94 Grad Kerntemperatur wecken. 15 Stunden auf dem Grill sind ganz normal.

So, aber wie geht das nun?

Man nehme einen Schweinenacken oder eine Schulter. Ich bevorzuge jedoch Nacken. Er sollte nicht mager sein. Das Fett schmilzt so wie so weg. Der Fleischbrocken wird etwas trockengetupft.

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Da das normale Fernsehprogramm kaum noch auszuhalten ist, bin ich auf Streamingdienste ausgewichen – unter anderem auf Youtube. Wahnsinn, wie viele aufwendige Produktionen im Grillbereich dort zu finden sind, die es definitiv wert sind angesehen zu werden. In einem Clip habe ich gesehen, dass man das Fleisch auch mit Cola spritzen kann. Ob man sein Fleisch überhaupt spritzt ist Ansichtssache. Es schmeckt mir beides, aber Flüssigkeit im Fleisch ist definitiv kein Fehler.

Alle paar Zentimeter wird etwas Cola oder eine andere Marinade mit einer Marinierspritze in den Nacken injiziert.

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Das ferkelt den ganzen Arbeitsplatz voll. Nachdem die Sauerei wieder etwas mit Kückenkrepp beseitigt wurde, wird der Braten mit Dijon-Senf eingerieben. Man kann auch Öl nehmen, aber der Senf hat zusätzlich eine antibakterielle Wirkung und schmeckt zudem auch sehr gut. Beim Einmassieren kann man ruhig an was schönes denken.

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Zu guter letzt kommt der Rub. Das ist eine Trockenmarinade, die man selber machen kann, aber voraussichtlich nicht besser hinbekommt als die Jungs von Ankerkraut. Unbedingt kaufen!!! Hier gilt in jedem Fall: viel hilft viel. Da das Fleisch am Ende zerpult wird, verteilen sich die Gewürze so gut, dass ein Überwürzen kaum möglich ist. Und wieder schön einmassieren.

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Über Nacht wird das Fleisch in einem Beutel einvakuumiert im Kühlschrank gelagert. Ein Gefrierbeutel tut es auch – wenn man keinen Vakuumierer hat. Diejenigen, die es aber ernst meinen mit der „Grillerei“, sollten den Hunni ruhig investieren. Einen Vakuumierer braucht man ständig (Sous-Vide und so…).

Wer keine Zeit hat, kann das Marinieren auch auf ein paar Stunden beschränken.

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Für den Smoker feuere ich schon mal ein paar Kohlen an. Briketts brennen länger, aber für meine Zwecke gehen auch Holzkohlen. Da ich Bock auf einen geilen Rauchgeschmack habe, nachts aber nicht so gerne aufstehe (viele müssen nachts ja mal raus – ich aber noch nicht) kombiniere ich zwei Grillgeräte.

Die ersten Stunden smoke ich auf meinem Wassersmoker (Weber Smokey Mountain). Da das Fleisch nach ein paar Stunden keinen Rauch mehr aufnimmt, brauche ich dann nur noch konstante Temperatur. Die kann mein Gasgrill leider besser, bzw. mit weniger Aufwand. Daher bette ich den Fleischriesen nach ein paar Stunden im Rauch um, und mache dann entspannt BUBU.

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Zwischen die Kohlen lege ich ein paar Holzstücke. Mein Räucherholz beziehe ich von „Axtschlag“ im Internet. Hier ist es Kirschholz, das phantastisch duftet.

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In den Smoker und das Fleisch wird jeweils ein Temperaturfühler gefummelt. Das sichert einen geruhsamen Schlaf. Als Thermometer benutze ich das Maverick ET-732. Ich liebäugele zwar mit einer W-Lan-Lösung, aber das hat noch Zeit.

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Nun wird der Nacken aufgelegt. Es empfiehlt sich immer zwei zu machen, und den Rest einzufrieren. Pulled Pork ist ein echter Allrounder, der zu allerlei Gerichten passt.

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Nun raucht der schwarze Torpedo gemütlich vor sich hin. Die Temperatur im Garraum sollte zwischen 110 und 120 Grad liegen. Das nennt sich „low and slow“. Bei dieser Methode zerfallen alle Bindegewebsstrukturen. Aus einem Stein kann man keine Kuscheldecke kochen, aber einen zähen Nacken bekommt man mit der Methode butterzart.

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Herrlich, wie mein VW vor der Umrüstung 🙂

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So, die Temperatur steht wie angenagelt. Das Funkteil nimmt man mit rein und stellt es sich irgendwo hin. Bei meinem ersten PP habe meinen Blick von dem Display garnicht abgewendet. Das lässt mit der Zeit aber nach.

Beim PP gibt es Plateauphasen. Das bedeutet, das bei einer bestimmten Temperatur die Temperatur im Fleisch für eine längere Zeit nicht ansteigt. Das liegt an der Fettschmelze. Die kühlt das Fleisch. Einfach ignorieren und bloß nicht die Temperatur im Grill erhöhen.

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Ab und an besprühe ich den Quell des unwiderstehlichen Duftes mit einer Mischung aus allem was ich so im Haushalt finde (Sojasoße, Worcestersoße, Whiskey, Zucker, Apfelsaft, Apfelessig. …) Ich nehme, was ich grad so in die Finger kriege – kommt glaube ich nicht so drauf an.

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Sieht das nicht geil aus????

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Am morgen ist das gute Stück fertig. Die Kerntemperatur liegt etwa bei 94 Grad. Das Schwarze ist nicht verbrannt, sondern karamellisierter Zucker.

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Nach dem Grillen wird das Fleisch in Alufolie eingeschlagen und mit einer Flasche heißem Wasser in eine Warmhaltebox gegeben. Es ist kein Problem das Stück 6 Stunden auf diese Weise aufzubewahren. Gerade, das man ein Pulled Pork nicht auf den Punkt machen kann, kann man es so aufbewahren bis die Gäste kommen.

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Jetzt wird gepullt. Mit den Händen, wenn man heiß anfassen kann, oder mit Gabeln. Da ich keine Klauen wie Wolverine habe, habe ich mir welche aus Kunststoff gekauft.

Man sieht am äußeren Fleischrand einen schönen „Smoke-Ring“.  Bis dahin ist der Rauch ins Fleisch eingedrungen.

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Das Fleisch wird noch mit einer BBQ-Soße vermengt. Selbstgemachte sind natürlich immer vorzuziehen – zumindest wenn sie besser schmecken als die von Stubb´s.

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Alles schön zermatschen, …

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Ich bekomme beim Schreiben Hunger. Leider habe ich den Rest schon eingefroren.

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Serviert wird in einem Teigstück nach Wahl. Eigentlich gehört da noch etwas Coleslaw-Salat dazu. Ich habe leider vergessen welchen zu besorgen. Ausserdem ahnt ja keiner, dass am ersten Weihnachtstag die Geschäfte geschlossen haben.

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In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Appetit !!!

 

 

 

winterlicher Lammburger mit Camembert und Preiselbeeren im Brioche-Bun

Burger sind eine Klasse für sich. Das ganze Jahr über geht mein Interesse an diesen praktisch zu essenden Kleinodien nicht verloren. Die Leidenschaft kann man natürlich auch aufrecht erhalten, in dem man das Jahr über variiert. Im Sommer eher deftig mit BBQ-Soße, Speck und Zwiebeln und im Winter eher eine süßliche Variante.

Der Burger passt insbesondere durch das maximal-schmackhafte Lammfleisch in die Winterzeit. Das süßliche Brioche-Brötchen, der Camembert und die süßen Preiselbeeren sorgen dann für das perfekte Finish.

Es geht nichts über frische Zutaten. Buns und Patties sind also auch in Handarbeit entstanden.

Ich habe mir beim Fleischhauer eine Lammkeule und etwas fetten Speck organisiert und durch den Wolf gelassen. Wer keinen hat, kann das mit Sicherheit auch direkt beim Metzger machen lassen.

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Der Fettanteil sollte beim saftigen Burger etwa bei 20 % liegen. Da die Lammkeule sehr mager ist, nehme ich auf ein Kilo Lamm noch einmal 200 Gramm Speck dazu.

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Der Wolf ist ein günstiges Modell von Kenwood, der aber hervorragend funktioniert. Würde ich noch einmal einen neuen kaufen, nehme ich aber einen aus Edelstahl, da man den bedenkenlos in die Spülmaschine schmeißen kann. Meiner ist aus Alu und verträgt nur Handwäsche. Das schlimmste am Kochen – und insbesondere am Hantieren mit Fleisch – ist das Abwaschen. Da das keiner für mich macht muss man da eben optimiert arbeiten.

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Die Patties steche ich mit einem Bonbonglas aus – quasi runde Hackplätzchen. Da meine Frau heute den Deckel Ihres Bonbonglases pulverisiert hat, ist der praktische Ausstecher jetzt meiner – denke ich …

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Für die Brioche-Buns habe ich ein Rezept vom Burgerspezialisten Florian von bigmeatlove.de verwendet (Schaut unbedingt mal bei Ihm auf der Seite vorbei!!)   Hier das Rezept. Super fluffig und lecker. Mit gekauften Brötchen sind diese Schätzchen nicht zu vergleichen. Ob glänzend oder „matt“, ob mit oder ohne Sesam – ganz wie Ihr wollt.

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Als Soße habe ich eine Preiselbeer-Mayonnaise angerührt.

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Die angefrorenen Fleischige werden jetzt von beiden Seiten gegrillt. Ob auf einer Platte oder dem Rost ist Geschmacksache. Auf der Platte geht weniger Saft verloren – aber Rost ist auch OK.

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Die Buns werden auf der Innenseite kurz angegrillt und dann kann die Geschmacksbombe zusammengebastelt werden.

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Die Reihenfolge von unten nach oben ist:

Brötchenunterseite, Preiselbeer-Mayo, Ruccola, ein Scheibchen Lamm, Camembert (wird bereits auf dem Grill zum anschmelzen mit aufgelegt), ein zweites Scheibchen Lamm, Preiselbeeren und dann den Deckel nicht vergessen.

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Was soll ich sagen. Saftig, süß, herzhaft, vorweihnachtlich – einfach der Hammer.

In diesem Sinne: Guten Appetit !!!

 

 

„Hot-Mojo-Burger“ mit frischen Buns, argentinischem Angus-Beef, Feldsalat, Tomate, Cheddar, krossem Bacon, glasierten Zwiebeln, Bacon-Jam und Mojo-Rojo

Was man für einen wirklich sehr geilen Burger braucht ist ganz einfach: Von allem nur das Beste, und das auch noch in der richtigen Menge und in der richtigen Reihenfolge.

Ich erinnere mich an Feiern, bei denen es hieß: Heute machen wir Burger. Von der Idee bin ich regelmäßig angetan aber von der Umsetzung nicht immer restlos begeistert. Ein häufiger Fehler ist es auf fertige Brötchen zurückzugreifen, die in Sachen Konsistenz und Geschmack zumindest fragwürdig sind. Zu lange an der Luft bröckeln die einem sofort weg (spielt bei Kindergeburtstagen bis zum 10 Lebensjahr übrigens kaum eine Rolle, Hauptsache mampfen und rumschreien).

Wenn man dann noch „Patties“ formt, die ungegrillt schon die Form klassischer Frikadellen haben, diese durchs Grillen aber eine noch ballartigere Form annehmen und man dann auch noch daumendicke Tomatenscheiben daraufstapelt, dann erinnert das eher an eine Partie „Jenga“ als an einen Genussexzess. Das Thema Genuss wird bei solch einer Mahlzeit maximal noch durch das achte Bier aufgefangen, das man zum runterspülen der morschen Brötchen auch dringend braucht.

Mein Motto beim Hot-Mojo-Burger: Warum einfach, wenn es auch aufwendig geht. Aber der Biss in diesen kulinarischen Gral entschädigt jeden Arbeitsschritt, zumal die einzelnen Zutaten nicht an einem Tag vorbereitet werden müssen – ich arbeite auf Vorrat.

Als Pattie nehme ich tiefgefrorene von der Metro. Hier sind es argentinische Angus-Beef-Patties. Ich würde sie nicht kaufen, wenn sie nicht wirklich gut wären, aber die Vielfalt an Fleischsorten bekomme ich selbst nur schwer beim heimischen Schlachter zu kaufen. Daher greife ich quasi auf ein Fertigprodukt zurück (aber mehr als gewolftes Rindfleisch ist da ja auch nicht drin).

Die Patties werden angetaut auf den heißen Grill geworfen. Wie man sieht geht das auch unterwegs auf dem Weber-Herren-Handtäschchen – dem Go-Anywhere.

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Die Burgerbrötchen werden selbstverständlich selbst gebacken (hier das Rezept). Die auf der Innenseite angegrillte untere Bunhälfte wird mit einem großen Klecks Mojo bestrichen (hier das Rezept). Darauf kommt etwas Feldsalat mit zwei sehr dünnen Scheiben Tomate.

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Auf die Salatschicht lege ich das gegrillte Pattie. Nach dem ersten Umdrehen auf dem Grill habe ich bereits einen großen Löffel Bacon-Jam (hier das Rezept) und zwei Scheiben Cheddar-Käse auf das Fleisch gelegt. Dadurch wird der Käse und die Jam schön weich und warm.

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Auf den Käse platziere ich die bereits auf der Gußplatte glasierten roten Zwiebeln sowie 4 Stück krossen Frühstücksspeck. On Top noch einen Klecks Mojo. Hier gilt nicht das alte Handwerkersprichwort: Nach fest kommt ab, sondern nach viel kommt lecker !!

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Deckel drauf, und gut.

Ganz ehrlich: Das Teil ist voll Porno. Mit der Raffaelo-Werbung, in der sich eine Frau mit weißem Hut ein weißes kleines Dings genüsslich in den Mund steck, und von Leichtigkeit träumt, hat das nichts zu tun.

Ein paar der mindestens 1.000 Kalorien dieses Endgegners laufen zwischen den Fingern in Richtung Handgelenk, aber es hat ja auch keiner behauptet, dass es einfach wird. Mehrere Geschmacksexplosionen, die die Mojo und die Bacon Jam nacheinander zünden, bilden ein geschmackliches Feuerwerk. Dazu saftiges Beef und die fluffig-festen Buns, kräftiger Cheddar und frischer Salat – es könnte nicht besser sein.

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In diesem Sinne: Guten Appetit !!!

Ofenrippchen

Schon wieder Rippchen? Klar, warum nicht! Ein Freund von mir gart die Rippchen immer in Alufolie gewickelt für 5 Stunden bei 90 Grad im Backofen und schmeißt Sie dann noch kurz auf den Grill. Das wollte ich in ähnlicher Form auch einmal ausprobieren. Und so sieht das ganze dann aus:

Die Rippen habe ich in der Metro gekauft. Natürlich gehen auch die vom „Bio-Fleischhauer“, aber wir wollen mal nicht so sein.

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Wie immer muss die Silberhaut von den Rippchen runter – oder esst Ihr ne Banane auch mit Schale :-). Spass beiseite. Die Haut kann man auch mitessen, aber das schafft kein so tolles Mundgefühl und hindert die Marinade daran ins Fleisch einzudringen – also runter damit.

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Zum Marinieren kann man natürlich alles mögliche nehmen. Ob Trockenrub oder eine Soße ist egal. Hier nehme ich drei verschiedene Soßen. eine BBQ-Soße  von Stubb´s, eine Habanerosoße von Stubb´s und eine selbstgekochte BBQ-Soße auf Honig-Senf-Basis.

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Die Rippchen werden von beiden Seiten schön eingepinselt. Achtung: nicht zuerst mit dem Pinsel in die Habanerosoße und danach in die BBQ-Soße tauchen. Außer man sehnt sich nach einer dezenten Beschwerde vonne Muddi 🙂

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In Alufolie gewickelt wird das ganze dann für rund 5 Stunden in den Backofen geschoben. Heute habe ich darauf verzichtet, aber beim nächsten Mal gebe ich wieder einen Schuss Apfelsaft mit dazu.

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Wenn die Zeit um ist, sind die Rippchen gar.

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Jetzt werden sie auf ein Rost gelegt und mit dem Obergrill des Ofens noch ein wenig glasiert. Auch hier gilt wieder: Sortenreines Pinseln (Muddi mag´s mild).

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Und dann in grobe Stücke rupfen. Das geht ganz einfach.

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Ich denke, dass die Bilder für sich sprechen.

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Guten Appetit !!!

 

Der „Weber Go-Anywhere (Gas)“ im Härtetest auf dem „Hurricane-Festival“

Vorweg: Ein richtiger Härtetest war es nicht. Nicht weil die Bedingungen dieses Jahr nicht hart genug gewesen wären (beileibe waren sie das) – sondern, weil er es einfach kann. Er hat die 4 Tage derart schadlos überstanden, wie warscheinlich kaum ein anderer Grill oder Besucher auf dem Gelände. In der Regel werden die Grills, meistens Dreibeine von der Tanke – nachdem der letzte Messi geflüchtet ist – vom Bauern untergepflügt. Ok, vom Hörensagen werden die von einer Müllkolonne eingesammelt, aber unterpflügen klingt für mich auch irgendwie plausibel.

Damit Ihr die Randbedingungen einschätzen könnt, ein paar Impressionen:

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Nun aber zum Probanden – dem „Weber Go-Anywhere-Gas-Grill“:

Bei einem Festival kann man sich natürlich kalte Ravioli reinpfeiffen, sofern man verletzungsfrei die Dose aufbekommt. Das ich noch keinen Ravioli-Esser gesehen habe, der vor Genuss gestrahlt hat, kann zum einen an der körperlichen Verfassung liegen, aber auch am Geschmack der faden Festivalspeise. Daher: für mich lieber keine Ravioli!!

Der Tag beginnt mit einem Frühstück, dass möglichst Eier und Speck enthalten sollte. Das gibt Kraft.

Auf dem Emaille-Rost kann man ganz prima Speck anbraten und Toastbrot ankrossen. Stellt man eine Pfanne aufs Rost, geht das zwar auch, aber dabei erinnert rein gar nichts an die Leistung des heimischen Induktionskochfeldes.

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Ist es also etwas windig, gibt es einen kleinen Trick, mit dem man es dann doch hinbekommt. Nehmt das Rost raus, und stellt die Pfanne direkt auf den Brenner. Aber vorsichtig, nach 10 Bier nicht das Rost mit der Hand anfassen – seid erfinderisch – herrenloses Material (vom Sofa bis zum Rasenmäher) gibt es hier genug !!

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Zum Mittag einen Burger? Kein Problem:

Damit der auch nach was schmeckt, habe ich mir mitgebracht: selbstgebackene Burger-Buns (Rezept siehe hier), Bacon-Jam (Rezept siehe hier), Burgerpatties (Test siehe hier), ein paar Soßen, Tomaten, Salat, Bacon und zweierlei Sorten Cheddar.

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Die Patties werden schön kross gegrillt. Da das 200-Gramm-Biester sind, werden die dabei innen nicht trocken. Und falls die Kühlbox nicht so lange die Temperatur hält, ist durchgaren auch keine Schande. „Den Magen verderben“ rangiert in der Kategorie „Super-Gau“ in der Nähe von „Festivalabbruch“, denn öfter mal zum Klo zu müssen ist bei den Dixi´s nur etwas für ganz Hartgesottene.

Nachdem beide Seiten gegrillt sind, lege ich zwei Sorten Cheddar auf.

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Mit einer ordentlichen Menge Bacon-Jam kommt noch etwas Geschmack an die Sache.

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Ich arbeite hier mit Handschuhen. Normalerweise zieht man welche an, damit die Fingerchen nicht schmutzig werden – auf nem Festival ist das umgekehrt.

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Die Buns werden noch von der Innenseite angebräunt und dann wird gestapelt.

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Von einem „schönen Ambiente“ ist das Hurricane so weit entfernt wie ich von meiner Traumfigur. Abgesehen von ein paar Mädels, die am letzten Tag des Festivals noch eine heile schwarze Strumpfhose vorweisen können, ist hier aber auch alles optisch total verwohnt. Mit Tischdeko und Servietten fällt man hier garantiert mehr auf, als ein brennendes Wohnmobil oder Leute, die – von einem Quad gezogen – auf einer Scheißhaustür im Matsch Wasserski fahren! Also Präsentation ne knappe 6 – Geschmack ne glatte 1 !!

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Das sich aufgrund der vitaminarmen Ernährung sogar die Nagelhaut nach 4 Tagen zurückbildet ist kein Wunder. Nicht zuletzt liegt das an der leicht unausgewogenen Ernährung zu Gunsten fleischreicher Mahlzeiten wie Currywurst.

Das Schlauchschnitzel von VW mit der Originalsoße von KRAFT ist aus meiner Sicht kaum schlagbar. „Mach mal halblang“ müssen sich die Macher der C-Wurst gedacht haben. Die kürzere Variante passt zumindest sehr gut auf das Emaille-Rost.

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Der Grill hat nur einen Brenner, und ist daher nicht für indirekte Hitze geeignet. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einer abschirmenden Metallschale was machen könnte. Aber gemacht ist er fürs direkte Grillen !!

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Fazit: geiles Teil. Schnell heiß und schnell wieder kalt.

Kleiner Tip: Abends mit ins Auto nehmen – sonst stehen da morgens zwei!!

Das Ding läuft auf Gaskartuschen, die aber recht lange halten. Es gibt sie für knapp 7 Taler im BAUHAUS.

Für zu Hause isser nix, außer man möchte in der Tat nur direkt grillen und kann auf Firlefanz wie „Pulled-Pork-Long-Jobs“ verzichten. Ich kann das nicht, aber es ist ja auch nur ein Reisegrill der das was er soll sehr gut kann!!

Ach ja, auf einem Festival geht’s natürlich nicht nur um Siff, Saufen, Schlamm und Schlemmen – es geht auch um laute Mucke !!

In diesem Sinne: Guten Appetit !!!

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„Bacon-Jam“ – oder Chutney vom Paarhufer

Auf meiner unerbittlichen Suche nach neuen Köstlichkeiten durchstreife ich das „World Wide Web“. „BACON-JAM“, oder Schweine-Chutney ist eine Art Marmelade, die alle Geschmacksrichtungen kitzelt. Süß durch den Ahornsirup und den Zucker, salzig durch den Speck, Scharf durch die Chilli und mit einem angenehmen Crunch – einfach geil.

Man kann das Schweine-Chutney zu allen Fleischgerichten essen. Als Dip für Vegetarier ist es wohl eher ungeeignet. Ich werde es heute Abend als weitere Zutat für „American-Beef-Burger“ zwischen dem Beef-Pattie und der Cheddar-Scheibe als Geschmacks-TNT verwenden.

Hier das Rezept:

  • 900 g Frühstücksspeck (für Naschkatzen lieber etwas mehr)
  • 2 große Gemüsezwiebeln
  • 200 g Schalotten
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 2 EL asiatische Chilisauce
  • 130 g braunen Zucker
  • 130 ml Ahornsirup
  • 130 ml Whisky
  • 60 ml Balsamico-Essig

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Vorweg muss gesagt werden, dass aus einer riesigen Menge Zutaten eine überschaubare Menge Endprodukt entsteht. Aber der geneigte Leser weis, dass einreduzierte Sachen zu einem komprimierten Geschmackserlebnis führen.

Als erstes wird der Bacon kleingeschnitten. Man braucht ein sehr scharfes Messer!! Es kommt nicht ganz so drauf an, ob Streifen oder Rauten, ob Kringel oder Kreise – Hauptsache klein.

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…sich selbst beim Schneiden zu fotografieren ist doch gar nicht so einfach. Daher sieht es aus, als könnte ich mit meiner linken Hand den Speck mittels präziser Hackbewegungen kleinkriegen – aber das täuscht.

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Jetzt werden die anderen Zutaten kleingeschnippelt. Auch hier ist Sorgfalt nicht erforderlich – so wie ich es mag. Ich bin nicht faul, aber ein ausgesprochener Ökonom im Hinblick auf die Verschwendung meiner Ressourcen. Da der Zwiebelmatsch nachher püriert wird, sind auch größere Stücke OK.

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Ohne eine Träne zu verdrücken!!! (Wer da anfälliger ist, kann auch eine Schwimmbrille aufsetzen)

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Der Speck wird auf mittlerer Hitze ausgelassen. Apropos ausgelassen: Zwischendurch dem Koch ruhig mal einen Schluck Bier geben!!

Viel hilft viel gilt zwar bei Hubraum aber nicht beim auslassen von Speck. Der soll schön langsam brutzeln ohne anzubrennen. Das ganze kann schon mal eine Stunde dauern.

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Der Speck ist fertig, wenn die Kalorienbombe anfängt zu schäumen.

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Dann wird das Fett in einem Metalltopf abgegossen. Ein Hinweis in eigener Sache: „Esst nicht jetzt schon den ganzen Speck auf, nur weil er förmlich darum bettelt!!“ Oder man macht einfach etwas mehr als im Rezept steht.

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Mit dem aromatischen Schweinefett werden jetzt sie Zwiebeln angebraten bis sie schön glasig sind. Der Knoblauch wird dann ebenfalls hinzugegeben und auch angebraten.

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Chillisoße (z.B. aus dem Asialaden), Paprikapulver und Pfeffer werden nun unter die Zwiebeln gerührt.

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Es ergibt sich sofort eine sehr schöne Farbe, die nachher aber noch durch den dunklen Balsamico-Essig getoppt wird.

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Für alle die den Whisky nicht vorher schon ausgetrunken haben – JETZT, und den Ahornsirup gleich hinterher. Bei starker Hitze wird der Sud aufgekocht. Wer C2H5OH nur aus dem Chemieunterricht kennt, sollte jetzt mal den Kopf über die Pfanne halten und ein paarmal tief einatmen 🙂

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Nachdem der Sprit und der Sirup etwas einreduziert sind, werden noch der Zucker und der Balsamico hinzugegeben und ebenfalls mit aufgekocht.

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Wenn sich eine gelatinöse Konsistenz zu ergeben beginnt, wird die Leckerei noch durchpüriert. Dazu gebe ich alles in einen kleineren Topf, sodass der Pürierstab auch greift.

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Kurz alles durchpürieren bis sich eine glatte Masse ergibt.

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Jetzt kommt der Speck – oder das was noch übrig ist – ebenfalls zurück in den Topf und wird untergehoben. Falls das ganze noch zu flüssig erscheint, kann man auch noch etwas weiter reduzieren.

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Die noch heiße „Marmelade“ wird in kleine Gläser gefüllt und verschlossen. Schild dran und Zack-Bum-Bonjour – fertig ist die Laube.

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Ich empfehle das mal auszuprobieren. Schmeckt kalt sehr gut, entfaltet beim Aufwärmen auf dem heißen Fleisch aber vollends sein Geschmackspotential!!!

Guten Appetit !!!

 

Burger im Wagyu-Kobe-Style

Niemals kaufe ich fertige Burgerpatties, denn das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gegen alle Regeln der Burgerbratkunst und gibt ein geringschätzendes „Big-Dislike“ in der Burgerbraterszene!!!

So habe ich bisher gedacht, doch dann habe ich von den Burgerpatties der Metro gehört und mein sich im Bereich Grillkunst Stück für Stück etablierendes Motto „Scheiß drauf“ hat mir das nötige Selbstbewusstsein verliehen es doch einmal auszuprobieren.

Selbst im Internet gab es sehr positive Stimmen zu den Fertig-Fleischlingen in puncto Geschmack und Saftigkeit. Frei nach dem Motto „Wer nicht wagt der nicht gewinnt“ betrat ich voller Entschlossenheit den Großmarkt und steuerte zielsicher auf den Nordpol des Handelsriesen zu – die riesige Gefriergutabeilung. Die kannte ich bisher nur von den Maxipacks Kaiserbrötchen. In meiner mitgebrachten Kühlbox landeten schließlich Patties vom Iberico-Schwein und welche im „Wagyu Kobe Style“.

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Toll finde ich, dass man die Burgerpatties – die mit 200 Gramm eine sehr schöne Größe haben – einzeln entnehmen kann, und der Rest wieder in den Gefrierschrank wandert. Da ich den Begriff „Panama-Papers“ nur mit einer Zeitungsmeldung verbinde, ist Verschwendung – bei knapp 5 EUR je Wagyu-Luxus-Taler – auch nicht angebracht!!

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Jetzt geht es ans Zubereiten der einzelnen Zutaten. Ich esse sehr gerne meine Burger mit Bacon. Auch wenn ich Frühstücksspeck gerne knusprig esse, bei Burgern finde ich das garnicht so angebracht. Also nicht braten bis sie knüppelhart und winzig klein sind, sondern etwas früher aufhören.

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Weitere Zutaten sind Burgerbrötchen (diesmal auch aus der Metro), Cheddar-Käse, Salat, Tomaten und eine einfache Soße – bestehend aus Ketchup mit sehr hohem Tomatenanteil, Senf und Mayo.

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Auf dem Gussrost werden die Patties gegrillt – aussen leicht knusprig, aber innen saftig wie nur was…

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Die Innenseiten der Bürgerbrötchen werden ein wenig angeröstet, während der Cheddar auf den Patties zu schmelzen beginnt. Den Bacon wärme ich nur noch eimal leicht an, da der ja schon fertig war.

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In der Reihenfolge (von unten nach oben) Brötchenboden, Burgersoße, Salat, Fleisch mit Käse, Tomaten, Bacon und Brötchendeckel wird hochgestapelt.

Plopp, und die nordische Gerstenkaltschale komplettiert das Ensemble des Schmeckens.

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Mein Fazit: Ein geiles Teil. Unbeschreiblich saftig, ein leckerer Fleischgeschmack, und kein bißchen erinnert an ein „Fertigprodukt“. Und wenn man ehrlich ist, dann bekommen doch alle großen Burgerbratereien ihre Ware tiefgefroren. Werde bestimmt auch weiter ab und an meine eigenen Patties machen, aber die Dinger auf Vorrat im Gefrierschrank zu haben lässt mich doch ein bisschen besser schlafen.

In diesem Sinne, Guten Appetit !!!