Camping, heiße Öfen und Istrische Pizza

Ich bin nicht schuld, ich wurde von meinem Umfeld mehr oder weniger in die Enge getrieben, und sah nur noch den einen Ausweg – ein Pizzaofen für´ s Camping musste her.

Meinen alten Ofen für „zu Hause“ hatte ich verkauft und durch einen absolut immobilen Gozney Dome ersetzt. Da dieser im Wohnmobil bei einer Bodenwelle aber den Fahrzeugboden ausstanzen würde, und dem nachfolgenden Verkehr wie auch mir einiges an Kopfschmerzen bereiten würde, waren wir was Pizza angeht im Urlaub quasi blank. Und dann ging das Gestichel los: „Du kaufst ja so wie so so einen mobilen Ofen…“.

Vor hatte ich es nicht, bis ich das Regal in der Heckgarage vermessen habe. Das Mistding passt auf den Millimeter genau rein. Das schlägt dem Fass den Boden aus, sodass ich nach dem Lehrter Weinfest (etwas mutiger) auf den Bestellbutton gedrückt – fast schon geschlagen habe.

Da ist er nun, der Gozney Tread in „schön bunt“. Passt wirklich wie „Arsch auf Eimer“ – sogar mit Ablagefläche oben drauf.

Der Tread hat die selbe schöne rollende Flamme wie seine großen Brüder.

Und auch von der Temperatur muss er sich nicht verstecken !!

Wenn ich Teiglinge mache, dann habe ich immer ein bestimmtes Gewicht, das bei allen Teiglingen gleich ist. Und manchmal geht die Rechnung nicht ganz auf und es bleibt etwas übrig. Daraus mache ich dann eine Kinderpizza.

Eingeweiht wurde der Ofen also mit einer bierdeckelgroßen Margarita für meine „Jüngste“. Hat schon einmal super geklappt.

Nun aber zum eigentlichen Test. Vom Balkanurlaub inspiriert sollte es eine „Pizza Istrien“ werden. Es gab daher importierte istrische Salami, Oliven und Kapern.

Zuoberst ein bereits guter Bekannter aus dem Pizzagame: Fior di Latte.

…brutzel, brutzel, brutzel…

Heiliger Bimbam, bist Du schön 🙂

Aus Motovun (übrigens absolut eine Reise wert) haben wir Trüffelöl mitgebracht. Viele Mitbringsel schmecken ja nur im Herkunftsland, aber dieses Trüffelöl macht auch in Niedersachen eine gute Figur!! Behände über das Schmuckstück geträufelt verleiht es ihm dieses typische Trüffelaroma, das ich sehr mag.

Fazit: Der kleine Gozney Tread ist absolut in der Lage eine Top-Pizza zu brutzeln. Aufgrund der etwas kleineren Backfläche nehme ich nur 250-Gramm-Teiglinge. Aber die eingesparten Kalorien kann man im Urlaub ja bei Bedarf durch Rotwein wieder auffüllen.

In diesem Sinne: Einen guten Appetit.

PS:

Inzwischen hat sich der Ofen auch schon in größerer Runde an einem Männerwochenende (am Rande der Wildnis) bewährt und in relativ kurzer Zeit 16 Pizzen gebacken.

…OK, ich habe mit geholfen!!!